Glaubst du das wirklich? - Hintergründe und Fakten zur Atomkraft

  • glaubst du das wirklich?

    bilde dir eine eigene Meinung und stelle diese zur Diskussion ....

    lg
    hermann

  • [Blockierte Grafik: http://www.campact.de/img/atom2/maja…el--430x260.jpg]


    Umweltminister Röttgen will Castoren mit hochradioaktivem Atommüll zum russischen Atomkomplex Majak schicken. Auf Grund des katastrophalen Umgangs mit Strahlenmüll gilt Majak als der am stärksten radioaktiv verseuchte Ort der Welt. Unterzeichnen Sie den Eil-Appell gegen den unverantwortlichen Transport!

    http://www.campact.de/atom2/sn10/signer

    [color=#0000ff][size=10]"Nehmt Eure Sprache ernst! Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt, in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden."
    "Es wurde bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit verboten."[/size]

    Friedrich Nietzsche[/color]

  • [color=#000000]Guten Abend zusammen.

    Man sollte die ganzen Diskussion um die Atomkraftwerke äußerst differenziert betrachten. Man muss hierzu zu verschiedenen Fragen eine ehrliche Antwort finden:

    1. Welche Alternativen gibt es zur Atomkraft (derzeit)
    2. Den Nutzen und Schaden der Atokraft gegenüber Alternativen ausloten
    3. Wer verdient und wer verliert an der Atomkraft

    Zur ersten Frage:
    Die Atomkraft kann zu einem gewissen Teil durch Erneuerbaren Engerieträgern ersetzt werden. Dieser Teil stellt den Anteil der Stromlast dar, welcher über den kontinuierlich benötigten Strom hinaus geht. Die Grundlast muss derzeit von laufsicheren Energieträgern (Atomkraft, Kohlekraftwerk etc) gestellt werden, da es keine Möglichkeit der effizienten Speicherung der Energie aus erneuerbaren Energieträgern gibt. Derzeit wohlgesagt!
    Einzige Alternative die sich dort auftut sind die Biokraftwerke. Für mich stellen diese derzeit aber keine Alternative dar, da zu einer wirtschaftlichen Nutzung Getreide zur Vergährung hinzugefügt werden muss. Wir vergähren damit also einen Teil unserer Nahrung. Auch wenn wir davon hier nichts mitbekommen. Es ist bisher aber leider nicht möglich die Bakterien anders zu Höchstleistungen zu "ermuntern".
    Atomkraft stellt also eine saubere Möglichkeit zur Sicherung der Grundlast dar. Alles was darüber geht muss durch erneuerbare Energieträger erzeugt werden!

    Zur ersten Frage sollte man sich auch darüber Gedanken machen, was in einem Atomkraftwerk eigentlich passiert.
    Denn was man bei dieser Diskussion nicht vergessen sollte, ist, dass bereits[/color][color=#000000] [color=#ff0000]strahlendes Material[/color] gespalten wird. [/color][color=#000000]Abgesehen von der Zerfallsdauer und Intensität ändert sich dabei nichts. Wir haben vorher ein strahlendes Material und hinterher genauso. WO ist also das Problem? Aus welchem Grund bringt man das Material nicht einfach in irgendeine menschenleere Gegend? Politik ist die Antwort.

    2. Der Schaden kommt nur dadurch zustande, dass der Atommüll in bewohnten Gebieten gelagert wird und dort das Grundwasser kontaminiert. Ist natürlich besonders Intelligent geregelt, dort den Müll hinzubringen. Das sind Fehler der Vergangenheit. Wieso lagert man den Atommüll nicht in einem Berg. Meistens kommt das Uran doch aus einem Berg.


    3. Glaube da kann man nur zu sagen: Die falschen Leute!
    Eine Ws aus einem Atomkraftwerk kostet den Betreiber nahezu nichts. Trotzdem kann er ihn teuer verkaufen und sich daran dumm und dämlich verdienen. Das steht für mich in keinem Verhältnis.
    Die Monopolstellungen der Energiekonzerne stellen meines Erachtens dabei das größte Problem dar.

    Für eine weitere Ausführung bin ich heute abend leider nicht mehr im stande.
    Wünsche eine geruhsame Nacht:)
    [/color]

  • Für eine weitere Ausführung bin ich heute abend leider nicht mehr im stande.
    Wünsche eine geruhsame Nacht

    3. Glaube da kann man nur zu sagen: Die falschen Leute!
    Eine Ws aus einem Atomkraftwerk kostet den Betreiber nahezu nichts. Trotzdem kann er ihn teuer verkaufen und sich daran dumm und dämlich verdienen. Das steht für mich in keinem Verhältnis.
    Die Monopolstellungen der Energiekonzerne stellen meines Erachtens dabei das größte Problem dar.

    2. Der Schaden kommt nur dadurch zustande, dass der Atommüll in bewohnten Gebieten gelagert wird und dort das Grundwasser kontaminiert. Ist natürlich besonders Intelligent geregelt, dort den Müll hinzubringen. Das sind Fehler der Vergangenheit. Wieso lagert man den Atommüll nicht in einem Berg. Meistens kommt das Uran doch aus einem Berg.

    Zur ersten Frage sollte man sich auch darüber Gedanken machen, was in einem Atomkraftwerk eigentlich passiert.
    Denn was man bei dieser Diskussion nicht vergessen sollte, ist, dass bereits strahlendes Material gespalten wird. Abgesehen von der Zerfallsdauer und Intensität ändert sich dabei nichts. Wir haben vorher ein strahlendes Material und hinterher genauso. WO ist also das Problem? Aus welchem Grund bringt man das Material nicht einfach in irgendeine menschenleere Gegend? Politik ist die Antwort.

    Das Problem ist die menschenleere Gegend. Warum wurden und werden Produkte hergestellt, die für die Natur und den Mensch schädlich sind? Die Entwicklung von erneuerbarer Energie tümpelt ganz sicher in Schubladen. Nicht weil diese nicht ausreicht, sondern weil das Produkt Geld, nicht so einfach vermehrt werden können. Ich bin echt glücklich, wenn am 21.12.2012 ein neues Zeitalter beginnt und die Expertenmeinung, dass bei jedem Neubeginn einer großen Zeitrechnung, :thumbup: die Menschen voller Ideale sind.

    Zur ersten Frage:
    Die Atomkraft kann zu einem gewissen Teil durch Erneuerbaren Engerieträgern ersetzt werden. Dieser Teil stellt den Anteil der Stromlast dar, welcher über den kontinuierlich benötigten Strom hinaus geht. Die Grundlast muss derzeit von laufsicheren Energieträgern (Atomkraft, Kohlekraftwerk etc) gestellt werden, da es keine Möglichkeit der effizienten Speicherung der Energie aus erneuerbaren Energieträgern gibt. Derzeit wohlgesagt!
    Einzige Alternative die sich dort auftut sind die Biokraftwerke. Für mich stellen diese derzeit aber keine Alternative dar, da zu einer wirtschaftlichen Nutzung Getreide zur Vergährung hinzugefügt werden muss. Wir vergähren damit also einen Teil unserer Nahrung. Auch wenn wir davon hier nichts mitbekommen. Es ist bisher aber leider nicht möglich die Bakterien anders zu Höchstleistungen zu "ermuntern".
    Atomkraft stellt also eine saubere Möglichkeit zur Sicherung der Grundlast dar. Alles was darüber geht muss durch erneuerbare Energieträger erzeugt werden!

    1. Welche Alternativen gibt es zur Atomkraft (derzeit)
    2. Den Nutzen und Schaden der Atokraft gegenüber Alternativen ausloten
    3. Wer verdient und wer verliert an der Atomkraft

    Man sollte die ganzen Diskussion um die Atomkraftwerke äußerst differenziert betrachten. Man muss hierzu zu verschiedenen Fragen eine ehrliche Antwort finden:

    Guten Abend zusammen.

    Jeder Tag ist erlebenswert und alle Lebensenergie erhalte ich mit direktem Blickkontakt zur Sonne.

  • dapd Meldung vom 19. Februar 2011 - Größe 55mm x 70 mm (ganz klein in der Tageszeitung)

    wer soll das bezahlen ?(

    [size=12][size=18]Deponie Asse wird
    zum Milliarden-Grab[/size]
    [size=10][size=14]Braunschweig - Die Bergung
    des Atommülls aus dem maroden
    Atommüllager Asse kostet möglicher-
    weise zwei Milliarden Euro[/size]

    [size=12]Diese Zahl nannte die Braunschwei-
    ger Zeitung
    und berief sich auf eine
    neue Schätzung des Bundesumwelmi-
    nisteriums. Das Ressort wollte mit
    Blick auf Probebohrungen die Summe
    nicht bestätigen. Im früheren Salz-
    bergwerk wurden 126.000 Fässer mit
    schwach und mittelradioaktiven Ab-
    fällen deponiert, außerdem giftige
    Schwermetalle, zum Teil illegal. Et-
    liche Fässer sind geborsten, und in die
    Anlage dringt Wasser ein. dapd
    [/size][/size]

    hmmm ......
    scheisse
    [/size] ;( ;( ;(
    zwei, vier, oder noch mehr milliarden (x 1.000.000.000 €) alleine für die bergung .... doch was machen wir, und wohin mit dem vielen dreck :?: :?: :?:
    ist doch ganz praktisch, wenn nicht die "verursacher", sondern die allgemeinheit (WIR) dafür zur kasse gebeten werden ...
    hmmm ..... milliardengewinne bei den energiekonzernen und die anderen sollen "zahlen"

  • heute erhielt ich folgende Information:
    Kopie einer email vom 15.03.2011

    Sehr geehrter Herr xxxx,
    es läuft derzeit eine neue, politisch gesteuerte Antikernkraft-Kampagne an,
    die es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Die in Japan aus Anlaß einer
    Tsunami-Welle havarierten Kernreaktoren sind Produkte der US-amerikanischen
    Firma General Electric, nämlich Siedewasser-Reaktoren des Typs Mark I und
    Mark II, deren Betriebssicherheit schon im Jahre 1971 angezweifelt wurde.
    Es war grob fahrlässig, diese Reaktoren unmittelbar am Strand des Pazifischen
    Ozeans zu errichten. Die Tsunami-Welle hat die Abflußleitungen des Kühlsystems
    verstopft, so daß der Reaktor nicht mehr gekühlt werden konnte mit der
    Konsequenz einer Kernschmelze. Nicht der Ausfall der Stromversorgung war
    schuld an der Katastrophe, was ja ev. auch in Deutschland passieren könnte.
    Beim in Deutschland entwickelten Hochtemperaturreaktor ist eine Kernschmelze
    aus konstruktiven Gründen nicht möglich (s. http://www.adew.eu/Berichte/Wasserstoff-
    technik+HTR..). Aus politischen Gründen wurde 1989 die Entwicklung des HTR in
    Deutschland eingestellt, ein kolossaler Fehler.
    Da unsere Politik in der Energie- und Klimapolitik fundamentale Fehler begangen
    hat - auch bei den erneuerbaren Energien -, führt in Deutschland derzeit kein Weg
    an der Nutzung der Kernenergie und Kohle für die Energieversorgung des Landes
    vorbei. Nur so kann der Zusammenbruch unserer Industrie, des Staates und des
    Sozialsystems vermieden werden. Begründungen zu dieser These finden Sie in
    den beigefügten Aufsätzen"Erneuerbare Energien gegen Kernenergie?" und
    "Der Einfluß der Wolken auf das Klima" sowie unter http://www.adew.eu.

    Mit freundlichen Grüßen
    Prof. Sigurd Schulien

    Quelle: ADEW Arbeitsgemeinschaft Deutsche Energie- und Wirtschaftspolitik

    edit: hier bin ich anderer meinung, wer a sagt, muss nicht zwangsläufig b sagen, wenn er erkannt hat, dass a falsch war und ist ....

    Zitat

    Da unsere Politik in der Energie- und Klimapolitik fundamentale Fehler begangen
    hat - auch bei den erneuerbaren Energien -, führt in Deutschland derzeit kein Weg
    an der Nutzung der Kernenergie und Kohle für die Energieversorgung des Landes
    vorbei.

    ... bei fundamentalen denk-fehlern sollte man die zukunft anders gestalten - so meine ich .... :thumbup:
    ... so denke ich - und so "ermuntere" ich auf, darüber nach-zu-denken ..... :whistling:

  • darauf aufmerksam gemacht worden - höchst interessant - diskussionswürdig?
    quelle: http://www.bueso.de/node/9708


    17 März, 2011 - 12:24

    [size=12]Die Menschheit braucht Kernenergie - das Universum braucht die Menschheit![/size]

    Hier finden Sie einen Auszug aus der wöchentlichen Fernsehsendung
    von LPAC.tv über die Bestimmung des Menschen, worum es bei Wirtschaft
    wirklich geht und warum Kernenergie unverzichtbar ist. Hier
    können Sie die bahnbrechende Diskussion mit Lyndon LaRouche, Sky
    Shields vom LPAC-Forschungsteam und dem EIR-Wirtschaftsredakteur John
    Hoefle im englischen Original sehen.

    LaRouche: "Das ganze Konzept von Wirtschaft, so wie es heute gelehrt
    wird, vor allem vom monetaristischen Standpunkt, verkörpert das Prinzip
    der Entropie. Die Menschen sind heute Sklaven, auch wenn die meisten
    Leute das nicht realisieren. In einer oder der anderen Weise sind sie
    Sklaven und die effizienteste Sklaverei ist die, in der der Sklave seine
    Fesseln selbst für die Nacht anlegt, oder sie morgens wieder anlegt,
    nachdem er aufgewacht ist.

    Das, was wir "Wirtschaft" nennen, ist eigentlich eine entropische
    Vorstellung von der Menschheit. Im Gegensatz dazu steht der
    wissenschaftliche Fortschritt, Entdeckungen und überhaupt
    technologischer Fortschritt. Und das geht immer in Richtung erhöhter
    Energieflußdichten!

    Das grundlegende Prinzip von Ökonomie ist nicht die Finanzwirtschaft. Es
    geht nicht um monetäre Systeme. Hier liegt das Problem. Es ist der
    Glaube an die Finanzwirtschaft und an Geldsysteme, der uns moralisch
    zerstört, weil wir daran glauben, daß Wert in einem in sich entropischen
    System liegt. Stattdessen liegt "Wert" darin, das zu erhöhen, was einem
    Anstieg der Temperatur entspricht, oder anders ausgedrückt, darin, die
    Energieflußdichte der Aktion des Menschen im Universum zu steigern! Nur
    so kann man die produktive Arbeitskraft der Menschheit erhöhen. Die
    Tatsache, daß wir an "Finanzsysteme" und monetäre Systeme glauben,
    verkörpert eine satanische Kraft der Zerstörung, die unsere Bevölkerung
    zugrunde richtet, ob ihnen das klar ist oder nicht!

    Zum Beispiel "physikalische Kreativität": um das zu verdeutlichen, habe
    ich neulich das Konzept einer "Plattform" definiert: Die Leute denken
    normalerweise, bei Wirtschaft handele es sich darum, daß irgend jemand
    etwas herstellt, mit der Hand oder sonstwie, ein Objekt. Das ist nicht
    Wirtschaft, sondern Unsinn! Wirkliche Wirtschaft bedeutet, die
    Energieflußdichte zu erhöhen, über die der Mensch verfügen kann.

    Man betrachte die Sonne - diese Sonneneruptionen, die unseren Planeten
    treffen: Was ist der Unterschied zwischen ihnen und dem, was wir hier
    auf dem Planeten tun? Warum sind wir gegenüber diesen Einflüssen
    verwundbar? Weil wir über niedrigere Energieflußdichten verfügen: diese
    Eruptionen stellen eine höhere Feuerkraft dar! Wenn die Menschheit in
    der Lage sein wird, solche Kräfte, wie sie im Sonnensystem herrschen, zu
    kontrollieren, wenn wir darüber hinaus gehen und die Galaxie erobern
    und Kräfte beherrschen können, wie sie sich in der Galaxie existieren,
    dann sitzen wir fest im Sattel. Auf dieses Ziel ist die menschliche
    Existenz ausgerichtet. Zu diesem Zweck gibt es die Menschheit!

    Wir sollen das Universum leiten, das ist unsere Aufgabe. Und das tun
    wir, indem wir die Techniken entwickeln, zu denen der Schlüssel ein
    Wachstum der Energieflußdichte ist. Ökonomie muß endlich zivilisiert
    werden - daran arbeite ich seit einiger Zeit - die Ökonomen müssen
    zivilisiert werden und realisieren, daß Wert in der menschlichen
    Fähigkeit besteht, pro Kopf höhere Niveaus von Energieflußdichte zu
    beherrschen und einzusetzen. Das ist menschlicher Fortschritt: der
    Fortschritt des Menschen dabei, die zur Verfügung stehende
    Energieflußdichte zu erhöhen, und damit die Kraft, die diese
    Energieflußdichte verleiht.

    Wir müssen diese Idee, Wirtschaft sei eine Ansammlung einzelner Teile,
    über Bord werfen. Es geht darum, den Prozess als ganzen, die Plattform
    [von der aus wir operieren] und das Maß an Anti-Entropie zu betrachten,
    das die jeweilige Plattform darstellt. Und genau das ist unter Attacke:
    wenn wir die Kernspaltungstechnologie zerstören, wenn wir die
    Kernfusion nicht entwickeln, dann ist das Thema
    Materie-Antimateriereaktionen vom Tisch. Wir werden nie dazu in der Lage
    sein, dieses Sonnensystem zu beherrschen, wenn wir
    Materie-Antimateriereaktionen nicht als kontrollierbare Kraft zähmen und
    darüber hinaus gehen können.

    Diese ganze Idee von Wirtschaft, wie sie heute gelehrt wird: Geld, Geld,
    muß einfach vom Tisch. Geld ist nur ein Symbol, und es gibt Leute, die
    an solchen Symbolen festkleben. Geld steht nur als ein Symbol für etwas,
    was wir nutzen. Worum es uns geht, ist das wahre Prinzip der Ökonomie:
    die Erhöhung der Energieflußdichte pro Kopf und pro km²!" :thumbdown:

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

  • Hmm - also ich würd' sagen, ganz von der Hand weisen lässt sich das Ganze nicht; ist schon was dran, selbst wenn es im Moment unbequem klingt und entgegen der vorherrschenden Meinungswelle ist.
    Ist halt auch 'ne Grundsatzentscheidung: Wollen wir uns bescheiden und uns möglichst ökonomisch (was letzten Endes dann auch ökologisch bedeutet) auf diesem Planeten einrichten - oder wollen wir expandieren, die Menschheit in die Galaxis tragen?
    Was erscheint euch sinnvoller? Keine einfache Entscheidung m.E.!

    Wir werden's erleben - die Anfänge zumindest...

    Gruss

    Die Menschen werden durch den Mythos, nicht durch Befehle, von Fabeln, nicht durch die Logik bewegt. Irwin Edelman

  • Sind wir es überhaupt wert?
    18.03.2011 10:11

    Man könnte derzeit glauben, man befinde sich in einem schlechten Horrorfilm der B-Klasse. Zu Beginn des Jahres fielen überall auf der Welt, zum Beispiel in den USA, aber auch in Italien und Rumänien tausende Vögel vom Himmel.

    Riesige Fischschwärme verendeten in Häfen und die Vereinten Nation machen sich nun auch noch Sorgen um den Rückgang der Bienenvölker. Über 80 Prozent der Bienen sollen auf der nördlichen Erdhalbkugel in den vergangenen Jahren gestorben sein.

    [Blockierte Grafik: http://www.cashkurs.com/uploads/pics/1_4f3603.png]

    http://www.stern.de/wissen/natur/f…se-1661619.html

    Bienensterben: http://www.nzz.ch/nachrichten/hi…_1.9841528.html

    Vogelsterben: http://themen.t-online.de/news/vogelsterben

    Google Maps Weltkarte Fisch- und Vogelsterben: http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF…2911f5d&t=h&z=2

    Nicht nur die Lage in Japan ist völlig außer Kontrolle geraten. In Bahrain herrscht Krieg, genau wie in Libyen. Ägypten ist fast schon wieder vergessen, ebenso die Situation im Iran, Irak oder Nord-Korea.Es ist unfassbar, was gerade an den Kernreaktoren in Japan geschieht und die Bilder von Hubschraubern, die versuchen einen völlig zerstörten Kernreaktor mit dem Abwurf von Wasser zu kühlen, wirken bizzar und zeigen die völlige Verzweiflung, die bei den verantwortlichen verbliebenen Technikern vorherrschen muss.

    Die Erdbeben-, Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Japan hat nicht nur die Qualität, ganz Japan auf Dauer unbewohnbar zu machen. Es drohen noch weitaus größere Auswirkungen auf die Umwelt der asiatischen Nachbarn und vielleicht sogar noch mehr. Was uns alle konkret erwarten wird, bleibt abzuwarten und kein Wissenschaftler kann bezüglich einer mittlerweile immer wahrscheinlicher werdenden Kernschmelze mit anschließendem China-Syndrom tatsächlich die Geschehnisse genau vorhersagen. Man hat in den letzten Tagen oft gehört, man könne Fukushima nicht mit Tschernobyl vergleichen. Doch, natürlich kann man das! Beispielsweise kann man die Menge des radioaktiven Materials vergleichen, die in Tschernobyl lagerten und welche Mengen sich heute in Fukushima befinden.

    Zum Vergleich:

    Tschernobyl:
    2 Tonnen Kernbrennstäbe. Von diesen 2 Tonnen waren 2,4 % spaltbares Material.

    Fukushima:
    In den Abklingbecken der Reaktoren von Fukushima I lagern derzeit folgende Mengen an abgebranntem Kernbrennstoff:
    Reaktor Eins: 50 Tonnen (292 Brennstäbe)
    Reaktor Zwei: 81 Tonnen (471 Brennstäbe)
    Reaktor Drei: 88 Tonnen (514 Brennstäbe)
    Reaktor Vier: 135 Tonnen (783 Brennstäbe)
    Reaktor Fünf: 142 Tonnen (826 Brennstäbe)
    Reaktor Sechs: 151 Tonnen (876 Brennstäbe)

    Insgesamt handelt es sich um 647 Tonnen Brennstäbe mit einem Anteil von 4% spaltbarem Material.
    http://www.welt.de/vermischtes/we…eue-Gefahr.html

    In Tschernobyl mußte die sowjetische Hubschrauberflotte, um zu kühlen und die Reaktion zu bremsen, aber auch um die Brennstäbe von der Umwelt abzuschirmen, 2400 Tonnen Blei, 1800 Tonnen Sand, 800 Tonnen Dolomit, 40 Tonnen Borkarbit sowie Tonnen flüssigen Stickstoffs über den Reaktor schütten. Erst nach zwei Wochen waren die Emmisionen unter Kontrolle. Wie in Gottes Namen will man in Japan mit dem Abwurf von Wasser die dort ablaufenden Vorgänge stoppen? Man muss kein Wissenschaftler sein, um die Aussichtslosigkeit zu begreifen. Meines Erachtens könnte die Situation in Japan weit, weit schlimmer werden als in Tschernobyl und noch viel extremere Schäden verursachen, wenn noch andere Kernkraftwerke in Folge eines Super-Gaus von Fukushima 1 (Fukushima 2 liegt nur wenige Kilometer südlich) im dicht besiedelten Japan außer Kontrolle geraten.

    [Blockierte Grafik: http://www.cashkurs.com/typo3temp/pics/f0c27d6822.png]Quelle: welt.de

    Wir sollten uns außerdem vor Augen führen, dass diese Katastrophe uns auch in Deutschland betreffen könnte, wenn dieser Horrorfilm nicht bald sein Ende findet. Angeblich sei noch bis morgen Zeit und ich hoffe inständig, dass noch ein Wunder geschieht. Auch während ich diese Zeilen schreibe, verlässt mich mein schlechtes Bauchgefühl nicht, das ich seit letzten Freitag mit mir herumtrage. Meine Familie hat schon lange eine besondere Beziehung zu Japan, denn meine Schwester und auch einer meiner Brüder haben viele Jahre in Japan verbracht. Ich selbst habe dieses Land ebenfalls bereist und mit Japanern zusammengearbeitet. Eine meiner Schwägerinnen ist Japanerin und ich wünschte, mir die japanische Mentalität aneignen zu können.

    Denn die japanische Mentalität ist eine völlig andere als unsere. Ich halte sie für Stärke, auch wenn sie für uns Deutsche fremdartig und kalt erscheint. Man sieht in diesen Tagen, dass man in Japan seine Würde unter allen Umständen zu bewahren versucht. Bitte glauben Sie nicht, dass ein Japaner der im Fernsehen ruhig und gefasst über den Tod von Familienangehörigen oder der Zerstörung seiner Heimat spricht, anders fühlt als wir. Es wird nur nicht offen gezeigt, doch Trauer und Verzweifelung sind genau wie bei uns in gleichem Maße vorhanden. Im übrigen denken Japaner immer positiv und sind von Kindheit an darauf trainiert, nicht schwarz zu sehen. Pessimismus ist in den Augen eines Japaners immer unangebracht. Man muss sich nur einmal vorstellen, was während einer solchen Katastrophe in Deutschland los wäre und was auf Haiti alles passiert ist, auch wenn Haiti eines der ärmsten Länder der Welt ist. Die Japaner sind ein bewundernswertes Volk, dass in der Vergangenheit vieles gemeinsam gemeistert hat und ich bete für sie, dass sie das auch in diesen schlimmen Zeiten packen.

    Wir sollten beginnen, umzudenken. Nicht langsam, sondern schnell. Wir sollten unser Bewußtsein dahin ändern, dass wir Gast auf diesem wunderbaren Planeten sind und sorgsam mit ihm und uns umzugehen haben. Unser Planet ist keineswegs feindlich, wie der Spiegel ursprünglich am vergangenen Montag titeln wollte. Das Titelbild wurde in letzter Minute durch ein Foto vom Reaktor Fukushima ausgetauscht und es kamen wohl nur wenige Exemplare von „Unser feindlicher Planet“ in den Handel.

    [Blockierte Grafik: http://www.cashkurs.com/uploads/pics/3_43.png]

    Wir sollten beginnen, nicht nur auf unseren Planeten aufzupassen, sondern auch auf uns selbst. Wie kann es sein, dass wir die Erdbebenopfer auf Haiti seit über einem Jahr vergessen haben? Wie kann es sein, dass täglich auf diesem Planeten viele Menschen verhungern, während eine kleine Elite von 10 Prozent der Bevölkerung ihre vielen Milliarden Reichtum gar nicht mehr ausgeben können?

    Wir halten uns für klug, doch sind wir die dümmsten, schrecklichsten und unmenschlichsten aller Lebewesen, die diesen Planeten bewohnen.

    Da wird unsere Erde als „feindlich“ bezeichnet, doch kann sie gar nichts dafür, dass wir so völlig verblödet sind und Kernkraftwerke in Erdbebengebieten direkt an´s Meer stellen. Ganz abgesehen von der Frage, ob nicht der einzig vertretbare Standort für ein Kernkraftwerk der Nordpol wäre, - oder besser der Mond.

    Warum lassen wir es zu, dass ein System, das wir selbst erschaffen haben, den Yen in der derzeitigen Lage nach oben treibt, um damit Japan in noch größere Probleme zu bringen, wenn das überhaupt noch möglich ist? Wie um Himmels Willen kann es sein, dass wir uns an einer der größten sich anbahnenden Katastrophe der Weltgeschichte noch bereichern wollen, indem dämliche, völlig bedeutungslose Computerzahlen um den Globus gebeamt werden, und gleichzeitig Spendenaufrufe gestartet werden? Ja, es machen alle und als Einzelner auf Gewinne zu verzichten, wäre wohl dumm. Die Geschäfte müssen halt weiterlaufen, sagt man. Aber sind es die Geldmaschinen „Kernkraftwerke“ wirklich wert, dass vielleicht ein ganzes Land oder Regionen für viele Jahre unbewohnbar sein werden? Wie teuer wäre Atomstrom wirklich, wenn man die jetzigen und zukünftigen Schäden im Preis einkalkulieren würde? Ist Atomstrom unter diesem Aspekt tatsächlich preiswert? Und ich nehme mich selbst auf keinen Fall aus, - ich weiß, wieviel Energie allein ich oft sinnlos verbrauche, ohne darüber nachzudenken und mich dann auch noch über die Stromrechnung aufrege.

    Es hätte auch uns in Deutschland treffen können. Man sagt, dass Leben ginge immer weiter, obwohl jeder von uns weiß, dass man eines Tages gehen muss. Doch trotzdem haben wir großen Einfluss darauf, wie es zu Ende geht.

    Muss das wirklich alles so sein? Nein! Muss es nicht! Wir sollten endlich zur Besinnung kommen! Ich hoffe inständig, dass die Ereignisse dieser Zeit zu einem großen Bewußtseinswandel auf der ganzen Welt führen werden. Falls wir nichts an uns und unserer Art zu leben ändern, werden wir nicht mehr hier auf diesem wunderbaren Planeten leben können. Und wir sollten uns alle die Frage stellen, ob wir es überhaupt wert sind, hier leben zu dürfen.

    Autor Helmut Reinhardt Kategorie Dies & das | Klare Meinung | Top-Themen

    Quelle: http://www.cashkurs.com/Detailansicht.…1&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=9874

    "In der Natur sind Schwarze Löcher kaum zu finden. Nur in unseren Köpfen wimmelt es davon"
    Zitat: George Greenstein

    2 Mal editiert, zuletzt von Ich bin´s (20. März 2011 um 13:01)

  • Zusammenfassung:

    Bei 134 Mitgliedern der Betriebsmannschaften
    und Feuerwehrleuten, die sich zum Zeitpunkt des
    Unfalls und unmittelbar im Anschluss daran am
    Reaktor aufhielten, wurde eine akute Strahlener-
    krankung (acute radiation sydrome, ARS) diag-
    nostiziert, an der 28 verstarben. Studien großer
    Gruppen von Aufräumarbeitern, die auch später
    zum Einsatz kamen, ergeben die Evidenz für eine
    Erhöhung der Leukämieraten unter den höher Ex-
    ponierten.


    hmmmm .... klingt alles sehr sehr harmlos, was da vor mehr als 25 Jahren passiert, ver-harmlosend ......
    wer will kann´s selber lesesn, dieses dokument.