Reis - weniger ist mehr


  • Wie jede Methode ist auch diese nicht umstritten. Kritiker merken an, dass die versprochenen höheren Ernteerträge nur mit genügend hohem Einsatz von organischem Dünger und durch intensiven Arbeitseinsatz zu erreichen wäre. Somit würden die Bauern nicht so große Flächen bearbeiten können..... Der Reisforscher Achim Dobermann sieht dies in seinem Artikel als entscheidenden Nachteil.

    Natürlich gilt zu prüfen, wie das Verhältnis von aufzuwendender Arbeit zu Ertrag steht, doch einen höheren Ertrag auf kleinerer Fläche durch natürlicheren Anbau zu erzielen, löst durchaus Probleme. Die bereits bestehende Anbaufläche würde einer größeren Anzahl Menschen zu Arbeit und Nahrung verhelfen, die Umwelt würde entlastet, da keine so intensive Bewässerung nötig wäre. Dies würde vermutlich auch einen Rüchgang der Malaria bewirken. Ich fand dazu folgendes Beispiel aus Italien:
    "Da die Ausdehnung der Nassreisfelder nach 1700 aber mit einer verheerenden Verbreitung der Malaria einherging, wurde der Reisanbau in Stadtnähe im 18. Jahrhundert einer rigorosen, flächenmässigen Beschränkung unterworfen."
    Diese oben beschriebene Form des Reisanbaus erfordert aber kein stehendes Wasser, sondern nur feuchten Boden :)
    Die Rückkehr zu gesundem Saatgut, die persönliche Sorge für die Felder, die natürliche Düngung könnten wegweisend für viele Länder sein, die sich bereits in die Hände der industriellen Landwirtschaft begeben haben. Kein Wunder, das solche Möglichkeiten gleich wieder totgeredet werden, da sie der Düngemittelindustrie und den Saatgutkonzernen, die ihre gentechnisch veränderten Sorten verbreiten wollen zuwider laufen!

    Larah