?In einer Seitenstra?e lag die Leiche einer alten Frau; ihr Kleid war zerrissen, zwischen ihren mageren Schenkeln stand ein Telefonapparat, der H?rer war in die Scheide gesto?en?Eine Frau liegt auf dem R?cken in einer Blutlache. Das Blut flie?t in mehreren Rinnsalen, aus Stichen in Brust und Bauch. ?berall Spuren eiliger, oberfl?chlicher Pl?nderung?Da schlenderten ein paar angetrunkene Soldaten herum, sehen: Hoppla, eine Fritzin, eine H?ndin, und aus der MP eine Garbe quer ?ber den R?cken. Sie lebte keine Stunde mehr. Hat noch geweint: warum, wof?r?? Kopelew berichtet auch, wie er mit kriegsgefangenen deutschen Soldaten sprach, die an der eigenen Nation verzweifelten. Ihnen entgegnete der sowjetische Major: ?Man kann sich nicht von seiner Nation lossagen, wie man sich auch nicht von sich selbst lossagen kann. Sich von seinem Volk in Jahren des Elends, der Not, der Schande loszusagen, ist ein Zeichen des Kleinmuts. Wenn ich Deutscher w?re, w?rde ich gerade jetzt ganz besonders beharrlich meine Zugeh?rigkeit zum tragischen Schicksal meiner Heimat bekr?ftigen.?
(?Aufbewahren f?r alle Zeit!?. Aus Ostpreu?en in russische Straflager. Ein Sowjetmajor im Widerstand, Hamburg 1976)