Es ist erstaunlich wie der französische Präsident Sarkozy, der sonst gerne den Hardliner gibt, angesichts dieser Proteste so schnell zum Weichei mutierte. Mit seiner fruchtlosen Politik hat er seit der Übernahme der Regierung sein Versprechen nicht eingehalten, die Kaufkraft zu stärken, weshalb seine Sympathiewerte auf einem Tiefpunkt angelangt sind. Streiks und Blockaden von Bauern und LKW-Fahrern, die wie im Jahr 2000 das Land komplett lahm legen könnten, kann er sich nicht leisten. Er ist ohnehin einer massiven Streikfront wegen seiner Rentenreform ausgesetzt, wonach die Franzosen ein Jahr länger arbeiten sollen. Dazu kommen massive Proteste im Schulwesen, wegen Stellenstreichungen.
Sarkozy kann nicht anders (die Franzosen warten auf die nächsten Wahlen, zur Zeit hat er schon verloren) die Franzosen hier sind keine Deutschen, die jammern und zahlen! Hier steht das Volk auf und zwar gemeinsam.
Zur Rentenreform muß man sagen, dass dies der zweite Anlauf ist, in Frankreich gehen Männlein wie Weiblein mit 60 Jahren in Rente, das ist verbrieftes Recht, aber da die Deutschen demnächst bis 80 arbeiten (fragt sich nur wo?), stellt das ja auch kein Problem im vereinten Europa da, schließlich muß ja einer arbeiten.
(Obwohl, mir würde es gefallen, wenn alle Arbeitnehmer geschlossen mal nicht arbeiten gehen würden, aber das wird nicht passieren)
Ich hoffe, die Fischer schaffen es zumal sich die Transportunternehmen da nicht rausnehmen werden. In Frankreich ist es auch sehr einfach, hier werden mit LKW's ganz schnell alle Zufahrten zu Autobahnen gesperrt, wir fahren dann Landstraße, was für Transporte nicht unbedingt das A und O ist. Würde mich freuen, wenn Deutschland auch mal in die Söckchen kommt, und sich nicht alles bieten lassen würde.
Lieben Gruß,
Jo