Deutschpflicht an Schulen

  • Deutschpflicht an Schulen

    Hi Leute,

    wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde an drei [url=www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,396842,00.html]Berliner Schulen[/url] die Pflicht eingef?hrt in der Schule komplett nur deutsch zu sprechen. Es ist kein Verbot, sondern ein Gebot. Falls man an einer dieser Schulen z.B. in der Pause nicht NUR deutsch spricht, sondern auf eine andere Sprache zur?ckgreift, wird man zu einem "p?dagogischen Gespr?ch" geladen.

    Der Rebell in mir sagt mir, wenn ich an einer dieser Schulen w?re, w?rde ich als Deutscher nur noch englisch in den Pausen sprechen. Nur aus Protest. Denn ich denke, wenn ich in einem anderen Land zur Schule gehen w?rde und zuf?llig ein Deutscher in meiner Klasse w?re, w?rde ich auch deutsch mit ihm sprechen.

    Andererseits k?nnte diese Deutschpflicht auch sinnvoll f?r gewisse Ausl?nder hier sein, welche sich vehement wehren vern?nftig deutsch zu lernen.

    Was meint ihr dazu?
  • Pflichtsprache!

    Hallo Jenne,

    du wei?t doch, wie es l?uft. Wenn man wei?, das Gegen?ber versteht einen nicht, f?hrt das sofort zu den unfl?tigsten Beschimpfungen, denn man kann nicht bestraft werden!

    Die junden Ausl?nder haben das Dilemma, das sie kein richtiges Deutsch lernen, ihre urspr?ngliche Muttersprache aber auch nicht richtig beherrschen. Da Sie aber in Deutschland leben, m?ssen sie zumindest Deutsch so gut beherrschen, dass sie im Berufsleben bestehen k?nnen. Also wird deutsch zur Pflicht!

    Gerade in Ghettoschulen ist es wichtig, das die Kinder untereinander Deutsch reden. Schon weil niemand alle Sprachen beherrschen kann und die Kinder ihre Zukunft in Deutschland erringen wollen. Also mu? man ihnen Deutsch zur Pflicht machen, bis es eine selbstverst?ndliche Gewohnheit ist.
    nenn mich EO
    zu Ende denken
  • Das mit den Beschimpfungen liegt eher an der Erziehung bzw. vielleicht sogar an der Kultur.

    Wenn der Wille deutsch zu lernen nicht da ist, wird diese Deutschpflicht auch nichts bringen. Betroffene werden sich eher diskriminiert und beleidigt f?hlen. Versetzt euch einfach mal in die Situation. Eure Eltern entscheiden einfach ins Ausland zu ziehen.

    In der Erziehung liegt das Problem, denn wenn ich ins Ausland ziehen w?rde, dann w?rde ich mich sprachlich vorbereiten und alles tun, damit ich die entsprechende Sprache perfekt beherrsche.

    Wenn dieser Wille nun nicht da ist, wird mir solch eine Pflicht wohl kein bisschen weiterhelfen.

    Im Endeffekt halte ich diese Pflicht f?r sinnlos. Wer hier leben will MUSS deutsch lernen. Wer nicht MUSS knallhart ausgewiesen werden.
  • Pflicht ist Pflicht!

    Na ebent!

    Pflicht hei?t Pflicht, weil es eben Pflicht ist. Gut, ich habe kein Strafsystem definiert - ich sch?tze wir sind trotzdem einer Meinung.

    Leider ist es aber so, dass wir uns bei unseren ?berlegungen immer auf der gesellschaftlichen Realit?t der Republik aufsetzen m?ssen. Das bedeutet, wir k?nnen nicht am gr?nen Tisch entscheiden, und so tun, als w?ren nicht schon Aul?nder im Land, deren Kinder ohne Erfolg unser Schulsystem besuchen.

    Man mu? also auch ein Konzept haben, f?r Familien bei denen nur ein Mitglied beim Deutsch lernen versagt.
    nenn mich EO
    zu Ende denken
  • Das Konzept an sich ist logisch und auch nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es in den Niederlanden eigentlich gesetzlich verboten ist nicht Hollands zu sprechen. In der ?ffentlichkeit ist dort jede andere Sprache untersagt. Daran h?lt sich nur niemand, aber das Verbot besteht.

    In der Frankfurter Rundschau wurde die Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zitiert: "Eine Schulordnung, selbst wenn sie einstimmig beschlossen wurde, darf sich nicht ?ber die Menschenrechte hinwegsetzen und einem jungen Menschen das Sprechen seiner Herkunftssprache verbieten."

    F?r mich eine sehr engstirnige Aussage.

    Und UNGLAUBLICH, aber wahr. Das CSU-gef?hrte bayerische Kultusministerium lehnt die Deutschpflicht als "Einschr?nkung der Pers?nlichkeitsrechte" ab.

    Au?erdem sind einige P?dagogikexperten sehr skeptisch, ob sich durch ein Sprachverbot die Sprachf?higkeit verbessert.

    Ich w?rde ich gerne mal ein paar Kontras von Usern hier im Forum h?ren.
  • Verdammtes Gutmenschentum!

    Na kuck, da erleben wir die Geheimb?ndler wieder Mal bei der Arbeit, diesmal getarnt als Gutmenschen.

    Wenn wir uns vorstellen, dass die Schule der "Arbeitsplatz" des Sch?lers ist und wir uns dann nochmal die Begr?ndungen, warum man die Kinder nicht zwingen darf Deutsch zu reden in der Schule, anschauen, sieht man wie absurd diese Forderung ist.

    Arbeitet eine T?rkin bei Aldi, und darf nicht gezwungen werden deutsch zu reden, weil sich diese Forderung ?ber ihr Menschenrecht wegsetzt und ihre Pers?nlichkeitsrechte einschr?nkt! Na toll, aber das die Frau nicht mit den Kunden des Ladens kommunzieren kann, und somit nur beschr?nkt tauglich ist f?r den Arbeitgeber, weil der ihr ihre Auftr?ge nicht erl?utern kann? - Allein diese Beispiel zeigt wie absurd diese Argumente sind! RAH! :verybad:

    Und niemand verbietet den Kindern ihre Zweisprachigkeit. Sollen sie doch zu Hause reden, wie es ihnen bequem ist, oder wenn sie auf der Strasse nur mit ihresgleichen reden. Nur wenn ein Deutscher dabei ist, gebietet es schon die H?flichkeit deutsch zu reden.

    Jetzt wissen wir alle, das Kinder immer den Weg des geringsten Widerstands gehen. Wenn man also nicht von ihnen fordert deutsch zu reden, tun sie es nicht. Und wenn man den Deutschen auch noch ein schlechtes Gewissen machen kann, wegen der Ausl?nderfeindlichkeit im Lande, dann versucht man auch daraus noch Vorteil f?r sich zu schlagen.

    Es liegt also an uns, ganz vern?nftige Forderungen aufzustellen und durchzusetzen.
    nenn mich EO
    zu Ende denken
  • Wieso sollen wir uns denn immer verbiegen ??? Wer hier nicht gescheit deutsch sprechen kann und will, der ist hier v?llig fehl am Platze !!!
    Diese ganzen Diskusionen um die "Integration" regt mich nur noch auf... Die Ausl?nder sind in unser Land gekommen - freiwillg (!) Und da k?nnen wir ja wohl verlangen, da? diese sich auch freiwillig hier integrieren und v.a. deutsch sprechen...machen sie es nicht, sollen sie doch bittesch?n wieder gehen !!!! Eine Freundin von mir ist Lehrerin und auf ihrer Schule ist im Gespr?ch, auch t?rkisch zu unterrichten !!!
    Hallo ??? Ich glaub es hagt !!! Wie weit soll das denn noch gehen ??? Sollen wir Frauen denn bald auch Kopft?cher tragen, damit die Muslime in ihren religi?sen Gef?hlen nicht verletzt werden ???
    Ich war neulich im Krankenhaus und mu?te feststellen, das s?mtliche Informationen nicht nur in deutsch sondern auch in t?rkisch geschrieben waren... Wohl gemerkt, es war ein Krankenhaus und nicht der Flughafen...Da h?tte ich es vielleicht noch verstanden...

    So, nun hab ich Dampf abgelassen...das mu?te mal raus...

    Meine Meinung: Die Ausl?nder sollen gef?llingst deutsch sprechen - oder wieder verschwinden !
  • Diese ganze Geheuchelte und vor allem nervige Scheinliberalit?t geht mir auch super auf den Senkel.
    Wenn aufn Marktplatz im Iserlohn demn?chst nen Vorbeter zu h?ren ist beschwere ich mich auch bei der Polizei, weil ich mein Vater Unser nicht mehr verstehe und mich beim Beten gest?rt f?hle.
    Jeden unterst?tzen au?er die eigene Kultur. Welch ein Bl?dsinn.
    Die sind auf der Schule um u.a. auch Deutsch zu lernen. In der Pause k?nnen sie das gleich ?ben. Lehrerinnen mit Kopft?cher sind f?rn Arsch, denn Schulen haben neutral zu bleiben. Oder w?rde sich jemand ?ber einen Lehrer im Satanskost?m freuen, weil er in seiner Freizeit lieber auf sowas steht? W?rde mich ja gerne mal ein halbes Jahr lang mich in Amerika auf ein College begeben und im sch?nsten Ruhrpottdeutsch mich ?ber die Studienkameraden lustig machen. Mal schauen wie lange es dauert das sie mir sagen ich soll Englisch sprechen. ;)
    Die Vollkommenheit ist unerreichbar. Gewiß ist die Vollkommenheit unerreichbar. Sie hat nur den Sinn, deinen Weg wie ein Stern zu leiten. Sie ist Richtung und Streben auf etwas hin.
    - Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste
  • ein "Muss" halte ich f?r den falschen weg
    aber das etwas geschehen muss ist richtig und das man ausl?nder ausweisen sollte die sich weigern deutsch zu lernen ebenfals

    es kann nicht sein das deutsch/e mit derm vorwand der fremdenfeindlichkeit diskrimiert wird/werden

    die tolleranz die wir ausl?ndern gew?hren muss zur?ckkommen als achtung vor deutscher kultur und sprache
    tut sie das nicht wurde die gastfreundschaft des deutschen volkes missbraucht und es gebietet konsequenzen zu ziehen

    das bewusstsein "deutsch" zu sein und sich dazu zu bekennen muss wieder da sein, wenn die gesellschaft verlang das deutsch gesprochen wird
    wenn jeder bl?d angesehen wird der in der ?ffentlichkeit nicht deutsch spricht und auch darauf angesprochen wird dann ist das sehr viel wirksamer als eine pflicht oder ein verbot

    gehen wir mit gutem beispiel voran
  • Eine Intention dieses Forum hier zu er?ffnen war folgende:

    Ich mache grad eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten und bin im 2ten Lehrjahr. Unter Anderem habe ich Politik in der Schule.
    Zu dieser Thematik hier sollten wir eine Diskussion vorbereiten. Es sollte eine Pro-Deutschpflicht und halt eine Kontragruppe geben. Problem war, dass alle daf?r waren. Ich habe mich einfach mal f?r die Kontragruppe entschieden und dachte, dass sich einige sinnvolle Gegenargumente finden liessen. Dem war nicht so.

    Hier waren auch alle daf?r nur ich durfte in der Schule die Kontragruppe anf?hren.

    Und wir haben die Progruppe plattgeredet :twisted:

    Ich hab mich einfach darauf eingeschossen, dass es eine Pflicht ist, dass jeder Einwohner Deutschlands deutsch k?nnen muss, jedoch m?sste man nach Alternativen suchen.
    Ich habe meine Argumentation so aufgebaut, dass ich den Gegenvorschlag von Extra-Deutschkursen f?r Sprachschwache gebracht habe.
    Eine Deutschpflicht an Schulen w?re ja sowieso nicht machbar, da jegliche Kontrolle unm?glich ist. Wie sollen 2-3 Aufsichtslehrer in der Pause denn kontrollieren, dass alle 1.000 Sch?ler brav deutsch sprechen. Da w?ren pflichtige Sonderkurse p?dagogisch doch viel sinnvoller.
    Au?erdem k?nnten sich Sprachschwache ja ausgegrenz f?hlen und so in tiefe Depressionen fallen. Quasi in einen Teufelskreis.

    Die Progruppe war sprachlos. Die Argumente hab ich auch in keiner Weise vorbereitet oder besprochen, wodurch die Progruppe absolut unvorbereitet gewesen ist.

    Somit habe ich einige Pluspunkte beim Lehrer gesammelt.

    Ich bin zwar immernoch f?r eine Deutschpflicht, aber die Argumente waren echt gut :) und erfolgreich.
  • ich als nicht deutscher habe kein problem damit, ich bin hier geboren, ich bin hier aufgewachsen, durch mich selbst & meinen freunden bin ich zu dem geworden was ich bin, ich beherrsche zwar nur sprachlich meine landessprache, doch grammatikalisch bin ich da eine lusche -.- viele die ihr hirn nicht einschalten ( von den ausl?ndern ) w?rden dies gleich als ausl?nderfeindlich bezeichnen, aber ich denke sie w?rden genau das selbe von den deutschen verlangen in ihrem land, das sie ihre sprache sprechen. au?erdem wurde es schon erw?hnt, sie sind freiwillig hier her gekommen, ich sehe in den medien nirgends das ausl?nder gezwungen werden nach deutschland zu kommen, oder wenn man die wirtschaft mithinzuzieht das es hier arbeitspl?tze f?r jeden gibt ( und das regt mich am meisten auf, wenn einige ausl?nder meinen hier gebe es arbeit, kukuk ? wo denn ? mittlere reife ist fast schon das mindeste was man an schulbildung verlangt ). fr?her war es ja etwas anders als wie heute, zu den zeiten als deutschland nach dem krieg auf hilfe teilweise angewiesen war ( ich sage mal zur vorsicht teilweise, da ich in dem bereich nicht viel erfahrung habe ). ich denke ein ausl?nder der nicht die deutsche sprache beherrscht hat auch keine chance seine zukunft zu sichern, arbeit, geld, unterkunft, nahrung, einfach alles was lebensnotwendig ist & zum allgemein bedarf z?hlt.

    ~oi!

    p.s.: die topics hier gefallen mir, es sind hier wirklich lesenswerte beitr?ge dabei, hut ab
  • Hallo Jenne,

    da zeigt es sich, das es nicht reicht eine Meinung zu haben, und auch noch das gute Gef?hl zu haben, dass man zur Mehrheit geh?rt mit seiner Meinung, - nein - man mu? seine Meinung rhetorisch vortragen k?nnen, in einer sinnvoll aufgestellten Argumentenkette. Da hast du selbst erlebt, wie man mit guter Vorbereitung die "Mehrheit" ?berfahren kann und die Meinung umdrehen!

    Hallo ~.chk.bry (wie sprichst du das? :lol: )

    willkommen im Forum. Es ist sch?n, das wir "Eingeborenen" hier nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern dass du uns die M?glichkeit gibst, unserer Argumente aus erster Hand auch von der anderen Seite bewertet zu bekommen. Auf gute Zusammenarbeit!
    nenn mich EO
    zu Ende denken
  • Lebenserfahrung

    Danke Chuck,

    ich bem?he mich meinen Mitmenschen Zeit und Fehler zu ersparen, und nutze gleichzeitig die M?glichkeit, Erfahrungen der anderen zu nutzen, ohne sie selbst sammeln zu m?ssen. Langsam wird mein Leben zu wertvoll, um es mit rumalbern zu vertr?deln.

    Auf der anderen Seite ist es immer ganz heilsam, wenn man Mal veralbert wird, das hindert einen daran v?llig durchgeistigt wegzuschweben und den Kontakt zur Wirklichkeit zu verlieren.
    nenn mich EO
    zu Ende denken