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Abraxas

Blonder (B)engel

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27.07.2010, 22:34

Die USA muss sparen, sonst...

Dank an Christian Ortner für diesen Artikel:
http://www.ortneronline.at/?p=4484

Zitat

Man kann nicht wirklich behaupten, dass die Lektüre von Nouriel Roubinis (und Co-Autor Stephen Mihms) jüngstem Buch "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft" für zuversichtliche Stimmung des Lesers sorgt, ganz im Gegenteil.

"Die jüngste Krise hat deutlich gemacht, dass uns eher ein Zeitalter der großen Instabilität bevorsteht als ein langer Aufschwung. Spekulationsblasen und Einbrüche können sich mehren und Krisen, die nach früherer Überzeugung nur ein, zwei Mal in jedem Jahrhundert auftreten, könnten die Weltwirtschaft deutlich öfter beuteln. Ereignisse, die früher unvorhersehbar und selten waren, sind vielleicht bald der Normalzustand," prognostiziert uns der Autor eine eher ungemütliche Zukunft.

Ein undogmatischer Pragmatiker

Das ist einerseits nicht weiter überraschend, anderseits aber durchaus beunruhigend. Absehbar, weil der Ökonom Roubini in seinem Fach auf den Spitznamen "Doctor Doom" (also etwa "Dr. Weltuntergang") hört, weil seine Prognosen meist nur wenig Anlass zur Freude geben. Beunruhigend hingegen ist seine Vision von der mehr oder weniger permanenten Wirtschaftskrise über viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, weil er in der Vergangenheit mit seinen Prognosen bemerkenswert richtig lag.

Dass er "als einziger die Finanzkrise hat kommen sehen" (Klappentext), ist zwar leicht übertrieben – aber eben nur leicht. Weshalb sich auch seine Beratungsfirma "Roubini Global Economics" der Aufträge von Unternehmen und Regierungen kaum erwehren kann. Der Mann, als Sohn iranischer Juden in Istanbul geboren, in Teheran und Tel Aviv herangewachsen, später über Italien in die USA gegangen, wo er heute als Unternehmer und Professor der New York University lebt, ist heute in seinem Fach ein echter Star. Auch wenn er aus seiner Sympathie für einen stärkeren Staat zum Behufe der Linderung der Krise kein Hehl macht – klar einer ökonomischen Richtung ist er nicht zuzuordnen.

Gelegentlich geriert er sich ganz im Zeitgeist als Gelegenheitskeynesianer, manchmal hingegen (vor allem in der Frage der Staatsverschuldung) lässt er sogar ein wenig Sympathie für die Keynes wenig gewogene "Austrian School" der Nationalökonomie erkennen. In erster Linie versteht er sich als undogmatischer Pragmatiker, der überschaubaren Respekt vor ökonomischen Fundamentalismen aller Art hat.

Was gleichzeitig eine Stärke wie eine Schwäche des Buches darstellt. Denn gerade der fachlich nicht so besonders versierte Leser wird zwar schätzen, dass Roubini in jenem Teil des Buches, das die Ursachen der Krise beschreibt, nicht nur sehr verständlich schreibt, sondern auch einander durchaus widersprechende Theorien zu Wort kommen lässt. Das ehrt den Autor, lässt den Leser aber gelegentlich ohne Gewinn an neuen Überzeugungen (oder wenigstens Bestätigung der alten Vorurteile) zurück. Fast könnte man das Buch als eine Art Lexikon der Krise, ihrer Ursachen und ihrer Folgen verstehen und verwenden, das allein schon macht es wertvoll und nützlich. Wer nur ein einziges Buch zu diesem Thema lesen will, ist mit dem Roubinis sicher gut bedient.

Trotz seines grundsätzlichen Bekenntnisses zu einem etwas stärkeren Staat – wohl primär im amerikanischen Kontext zu lesen – zählt Roubini nicht zu jenen Vulgärkeynesianern, die uns glauben machen wollen, mehr Staatsschulden seien ein Allheilmittel gegen die Krise. "Die Vorstellung vom perfekten Konjunkturanreiz ohne Nebenwirkungen ist ein schöner Traum – zumindest in den meisten Demokratien. Haushaltspolitische Maßnahmen (.. .) münden oft in sinnlosen, verschwenderischen und populistischen Projekten." Dem wird man, auch und gerade aus dem lokalen österreichischen Blickwinkel, nicht wirklich widersprechen wollen.

Auf globaler Ebene aber bergen diese vulgärkeynesianischen Ausgabenexzesse existentielle Risken, konzediert Roubini: "Heute gründet sich das globale Währungssystem auf ungedecktes Papiergeld, auf eine Währung also, die keinen Substanzwert hat (.. .) In gewisser Weise hat der Dollar die Rolle übernommen, die früher Gold hatte. Wenn er zusammenbräche, dann wäre das, als hätten Regenten vergangener Zeiten ihre Gewölbe geöffnet und festgestellt, dass ihre wertvollen Münzbestände zu Staub zerfallen sind. Das könnte passieren, wenn die Defizite der Vereinigten Staaten weiter aus dem Ruder laufen."

Leider ist genau das der Fall. Roubini hat sein Buch noch vor Beginn der Griechenland-Krise und der davon ausgelösten weltweiten Furcht vor staatlichen Schuldenexzessen geschrieben; dennoch plädiert US-Präsident Obama weiter für Staatsschulden, als gäbe es kein Morgen. Sollte der ehemalige Clinton-Berater Roubini recht haben, eine eher bedenkliche Politik von Bill Clintons Nachfolger im Weißen Haus.

"Inflation in einer Höhe, wie wir sie zuletzt in den 1970er-Jahren gesehen haben" (also um die zehn Prozent, Anm.) hält Roubini für durchaus denkbar als Folge der Schuldenexzesse mancher Staaten, auch wenn er für 2010/11 eher die Deflation als Gefahr ortet, der anhaltenden anämischen Wirtschaftslage wegen. Einen "Zerfall der Europäischen Währungsunion" hält Roubini für ebenso denkbar wie das neuerliche Platzen einer durch die Politik des superbilligen Geldes ausgelösten Blase. Dann, so Roubini, "werden erneut Werte und Wohlstand vernichtet und die Welt steht vor einer neuen Krise."

Kann China die globale Konjunktur pölzen?

Die Hoffnung vieler Politiker im Westen, Peking könne durch weiterhin ungebremste Nachfrage die globale Konjunktur pölzen, teilt Roubini nicht wirklich: "China ist zunehmend vom Absturz bedroht, wenn (. . .) vermehrte Kreditausfälle eine ernste Bankenkrise auslösen könnten."

Zu pessimistisch? In der Vergangenheit hat Nouriel "Dr. Doom" Roubini leider oft in einem Ausmaß recht behalten, dass man seine jüngsten Warnungen nicht so einfach beiseite schieben kann. Auch diese Wirklichkeit verschwindet nicht davon, dass man einfach wegsieht.


(Nouriel Roubini, Stephen Mihm: Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft. Übersetzt von Jürgen Neubauer und Petra Pyka. Campus Verlag, 470 Seiten, 25,60 Euro.)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sooma« (12.09.2011, 19:45) aus folgendem Grund: Tags hinzugefügt.


scanners

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29.07.2010, 08:03

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Es liegt nicht an Wachstum oder an Fleiß oder an politischen Entscheidungen..

Es liegt nur am Geldsystem.
www.wahrheitskrieg.de -----------------------------------------------
Massenerwerbslosigkeit wird heutzutage absichtlich erzeugt, um die lohnabhängigen Arbeiter zu unterdücken und die Löhne und Rechte der Arbeiter abzubauen.-----------------------------

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3

29.07.2010, 08:29

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Hallo Scanners, dies ist nicht unrichtig was du sagst, würdest
du das vielleicht noch etwas genauer erklären?

scanners

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4

29.07.2010, 13:12

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Die Auswirkungen der Finanzmärkte, der Wallstreet, zockerei mit Währungen etz,und alle die bekannten Nachteile, wie Krieg, knappe Resourcen, Armut Hunger
.....das alles ist eine Folge des Geldsystem.

Unser Geld besteht nur zu einem Bruchteil aus den Scheinen , die wir mit uns herum tragen.
Das meiste Geld, besteht nur aus Bits und Bites in Computern.

Erschaffen von Geschäftsbanken durch Kreditvergabe auf dem Mindestreservesystem.
Daraus ergeben sich 2 schwerwiegende Folgen.

1. jedem Kredit, steht auch ein Kreditgeber also ergo um ein paar Ecken auch einem Besitzer des Geldes.
Oder mit anderen Worten.. das was jemand Schulden hat hat jemand anderes als + auf dem Konto.
Was das bedeutet, kann man sehen, wenn man einen Blich auf unsere Schulden Uhr der BRD wirft.
Die ganzen - Werte , muss ja auch jemand als Guthaben besitzen !!

Ergo, ist es ein Märchen, wenn behauptet wird, das kein Geld da ist..
Es ist jede Menge Geld da.. mehr als je zuvor !!

2. Die Zinsen sind NIEMALS im aktuell verliehenen Geldvolumen vorhanden.
Die Bank will ja nicht nur den Kredit zurück, sondern Auch Zinsen.
Nehmen wir eine Wohnung die 100000€ kostet
Nach der Laufzeit hast du 150000€ zurück gezahlt .. die 100000 und die 50000 Zinsen.
Als die Bank dir die 100000 aber gegeben hat, hat sie nur die 100000 erschaffen...
.. die 50000 Zinsen hat sie nicht erschaffen...
Mit anderen worten.. irgendjemand anderes hat jetzt 50000 weniger Geld
Im Gesammtvolumen heißt das

Kredite=Geld

dadurch wird klar, das wenn alle Kredite zurück bezahlt werden würden, kein Geld mehr da währe
.. da die Banken die Rückzahlung, das Geldvolumen wieder verringern um den Betrag des Kredites, zurück bezahlt wurde.
Der Gewinn der Bank ist der Zins.. doch wo kommt der her ??
Da er nicht mit dem Kredit erschaffen worden ist, muss jemand anderes weniger Geld haben...
.. und ganz wichtig
... es können NIEMALS alle Kredite zurück bezahlt werden, weil die Geldmenge die Zinsen für das Geld NIEMALS enthält und niemals enthalten hat.

Einziger Ausweg... neues Geld, neue Kredite !!! (Inflation... aahhhh, daher kommt die also !!)

Das Geldsystem wie es ist, MUSS also immer mehr Geld zur Verfügung stellen (mittels weiterer Kredite), und zwar damit die Zinsen bezahlt werden können.

Da die Zinsen eine Exponentialfunktion inne haben, muss das System zwangsweiße irgendwann zusammen brechen.

Das nennt sich dann Kriese, es gibt Geldentwertung, und andere unerfreuliche Dinge, und oft eine neue Währung.

Das die Zockerei an den Börsen nicht zur stabilität des ganzen beiträgt ist klar !! Aber der Grund dafür sind sie nur nebenbei !!
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29.07.2010, 13:24

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Nun vielelicht sollten wir die Filme von Zeitgeist, den Vortrag von Nicolas Hofer und die Vorträge von Prof. Bernd Senf hier mal hochstellen.
Denn diese beinhalten ja genau die von dir angesprochenen Bereiche.

Denke das würde die Diskussion weiter beleben.

6

29.07.2010, 13:57

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Hallo Scanners,

im Großen und Ganzen stimme ich Deinem Beitrag zu. Aber hiermit habe ich ein Problem:

>... es können NIEMALS alle Kredite zurück bezahlt werden, weil die Geldmenge die Zinsen für das Geld NIEMALS enthält und niemals enthalten hat.

Das ist so nicht korrekt, denn ein Geldschein als Tauschmittel ermöglicht den Austausch von weit mehr Leistungen, als sein Nominalwert beträgt. Dass ein Kredidgeldsystem im Prinzip funktioniert, kannst Du in der beigefügten Geschichte 'Ein Sommermärchen v1.1' lesen. Ein Kreditgeldsystem bricht nicht am Zins an sich zusammen, sondern daran, dass die nachfragewirksame Geldmenge incl. der Zinssumme die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft ständig übersteigt, also die Geldmenge dauerhaft schneller steigt, als die Wirtschaftsleistung (= Misswirtschaft, Schummeln, Betrug).

Trotzdem, ein sehr guter Beitrag.

Liebe Grüße
Sterntaler
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7

29.07.2010, 13:59

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Kurzversion zur Geldentstehung Zeitgeist 2
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/05/die-geldschopfung-das-video.html


Zeitgeist Addendum der 2te Teil von Zeitgeist als Vollversion

http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/04/zeitgeist-2-addendum.html


Crashkurs Geld, vo Andreas Klaus .... sehr empfehlenswert, weil kurzweilig
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/05/crashkurs-geld-andreas-klaus.html


Nicolas Hofer, auch sehr interesannt, aber etwas trocken
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/08/warum-der-kapitalismus-auch-profitismus.html

Wer das alles nicht glauben kann, für den ist das sehr wichtig.
Hier erklärt es die Bundesbank, das es wirklich so funktioniert, wie in den Videos dargestellt.
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2010/03/bundesbank-erklart-uns-das-geld-aus.html[hr]

Zitat von »sterntaler«


Hallo Scanners,

im Großen und Ganzen stimme ich Deinem Beitrag zu. Aber hiermit habe ich ein Problem:

>... es können NIEMALS alle Kredite zurück bezahlt werden, weil die Geldmenge die Zinsen für das Geld NIEMALS enthält und niemals enthalten hat.

Das ist so nicht korrekt,....



Lieber Sterntaler, dein Text.. erklärt nicht, warum die von dir Zitirte Aussage falsch sein soll.
Das was du schreibst, mag stimmen, bezieht sich aber in keiner weiße auf meine Aussage..
Bitte erkläre was an der Aussage falsch ist...

Dein Beispiel geht von völlig falschen Voraussetzungen aus.
In deinem Beispiel nimmt die Bank Zentralbankgeld und zahlt es aus.
Das findet heut zu tage aber so gut wie gar nicht statt.
Deswegen ist dein Beispiel.. entschuldige.. nicht mehr Zeitgemähs..
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8

29.07.2010, 14:14

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat von »scanners«


Kurzversion zur Geldentstehung Zeitgeist 2
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/05/die-geldschopfung-das-video.html


Zeitgeist Addendum der 2te Teil von Zeitgeist als Vollversion

http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/04/zeitgeist-2-addendum.html


Crashkurs Geld, vo Andreas Klaus .... sehr empfehlenswert, weil kurzweilig
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/05/crashkurs-geld-andreas-klaus.html


Nicolas Hofer, auch sehr interesannt, aber etwas trocken
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2009/08/warum-der-kapitalismus-auch-profitismus.html

Wer das alles nicht glauben kann, für den ist das sehr wichtig.
Hier erklärt es die Bundesbank, das es wirklich so funktioniert, wie in den Videos dargestellt.
http://wahrheitskrieg.blogspot.com/2010/03/bundesbank-erklart-uns-das-geld-aus.html[hr]

Zitat von »sterntaler«


Hallo Scanners,

im Großen und Ganzen stimme ich Deinem Beitrag zu. Aber hiermit habe ich ein Problem:

>... es können NIEMALS alle Kredite zurück bezahlt werden, weil die Geldmenge die Zinsen für das Geld NIEMALS enthält und niemals enthalten hat.

Das ist so nicht korrekt,....



Lieber Sterntaler, dein Text.. erklärt nicht, warum die von dir Zitirte Aussage falsch sein soll.
Das was du schreibst, mag stimmen, bezieht sich aber in keiner weiße auf meine Aussage..
Bitte erkläre was an der Aussage falsch ist...



Hallo Scanners,

Sorry für eventuelle Unklarheiten.

In Deiner Aussage steht, dass niemals alle Kredite zurückgezahlt werden können, weil die Geldmenge die Zinsen nicht enthält. In der Geschichte 'Ein Sommermärchen v1.1' enthält die Geldmenge die Zinsen ebenfalls nicht, dennoch kann der Kredit vollständig zurückgezahlt werden.

Liebe Grüße
Sterntaler

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9

29.07.2010, 14:32

RE: Die USA muss sparen, sonst...

@Sterntaler
Sorry, das Beispiel durchblicke ich nicht. Könnten 10 fehler drinn sein, ich würde es nicht merken.
Dann ist in deinem Beispiel nur von Zentralbankgeld die rede, nicht von Geldschöpfung der Geschäftsbank.

Machen wir es doch einfacher.

Ein Haus
100.000 rückzahlung 150.000 inkl. Zinsen. Die Bank erschaft 100.000€
Es gibt jetzt also 100.000 mehr Geld als vorher. Die 50.000 Zinsen sind nicht in den 100.000 enthalten

Also bitte, wo sollen die denn her kommen, denn alle Kreditgeschäfte laufen auf diese art und weiße.
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10

29.07.2010, 14:43

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Hallo Scanners,

>Dein Beispiel geht von völlig falschen Voraussetzungen aus.

An welcher Stelle? Haben wir kein zweistufiges Bankensystem mehr? Bringt die Zentralbank ihre Zinsgewinne nicht mehr in Umlauf? Bringen die Geschäftsbanken ihre Zinsgewinne nicht mehr in Umlauf?


>In deinem Beispiel nimmt die Bank Zentralbankgeld und zahlt es aus.

Welches Geld zahlt eine Geschäftsbank Deiner Meinung nach aus?

Mein Wissensstand:
Geschäftsbanken zahlen ausschließlich Zentralbankgeld aus, welches die Geschäftsbank als Kredit (Sicherheit: zentralbankfähige Wertpapiere) von der Zentralbank bekommt. Dazu legt die Zentralbank 1x/Woche die auszugebende Geldmenge fest und die Geschäftsbanken bieten auf Teile dieser Geldmenge mit Zinssätzen, die mindestens dem Leitzins entsprechen müssen. Die Geschäftsbanken mit dem höchsten Zinsgebot erhalten den Zuschlag.

Auch wenn zwischen Geschäftsbanken hin- und herüberwiesen wird, müssen diese Überweisungen mit Zentralbankgeld gedeckt sein. Am Ende eins Geschäftstages werden die Überweisungen aufsummiert und die Differenzen mit Zentralbankgeld ausgeglichen.

Dieses Geldsystem kann ewig funktionieren, sofern nicht betrogen wird, was aber meiner Meinung nach der Fall ist.

Liebe Grüße
Sterntaler

scanners

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11

29.07.2010, 14:49

RE: Die USA muss sparen, sonst...

@Sterntaler..

schmunzel... ja, währe Toll wenn es so währe..

.. ist es aber nicht...

Die Geschäftsbank, kann nach Mindestreservegesetz (2 bis 4 %) Geld selbst erschaffen .. und tut das natürlich auch..

.. nennt sich dann Giralgeld...

Das bekommt mein Hausbesitzer für seine Grundschuld auf sein konto gut geschrieben..
..hat vorher nicht existiert im Geldvolumen...
.. und von dort überweist er es dann dem handwerker.. etz..

Erst wenn der Handwerker beim MC Donalds seinen Burger bezahlt, erst dann hast du wieder Zentralbankgeld...

.. Zentralbank hat mit der Geldschöpfung GAR nichts zu tun ..
.. es sei denn, die Bank hat zu wenig eigenkapital um die Mindestreserve für diese Geldschöpfung zu erfüllen...

schau dir meine links auf der ersten Seite an ..
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12

29.07.2010, 15:11

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat von »scanners«


@Sterntaler
Sorry, das Beispiel durchblicke ich nicht. Könnten 10 fehler drinn sein, ich würde es nicht merken.
Dann ist in deinem Beispiel nur von Zentralbankgeld die rede, nicht von Geldschöpfung der Geschäftsbank.

Machen wir es doch einfacher.

Ein Haus
100.000 rückzahlung 150.000 inkl. Zinsen. Die Bank erschaft 100.000€
Es gibt jetzt also 100.000 mehr Geld als vorher. Die 50.000 Zinsen sind nicht in den 100.000 enthalten

Also bitte, wo sollen die denn her kommen, denn alle Kreditgeschäfte laufen auf diese art und weiße.


Hallo Scanners,

Das Geld wird nicht auf einen Schlag zurückgezahlt. Machen wir der Einfachheit halber 3 Raten a 50.000 Der Bauherr zahlt die 1. Rate a 50.000 zurück. Davon gibt die Bank wieder Kredite aus und bezahlt die Gehälter Ihrer Angestellten. Dieses Geld kommt also wieder in den Umlauf und ermöglicht weiter den Austausch von Leistungen, so dass der Bauherr eine Chance hat, wieder an das Geld heranzukommen, damit er seine 2. Rate zahlen kann. Auch dieses Geld kommt über Kredite und Gehälter wieder in Umlauf u.s.w.

Solange der Bauherr Leistung im Wert von 150.000 Euro erbringen, am Markt absetzen kann und das Geld im Umlauf bleibt, wird der Kredit zu 100% getilgt. Das liegt daran, dass ein Geldschein Leistungen von dem vielfachen seines nominalen Wertes tauschen kann.

Es handelt sich um ein Fleissgleichgewicht (wie bei einem See mit einem Zufluss und einem Abfluss). Würde der Kredit + Zinsen auf einen Schlag fällig, könnte die Zinsmenge nicht erbracht werden. Wird der Kredit in Raten abbezahlt und bringt die Bank diese Raten immer wieder in Umlauf, kann das Tauschmittel seinen Zweck erfüllen und Leistungstausch ermöglichen - und die Zinsen, die ja nichts weiter als zusätzliche Leistung des Bauherren sind, können bezahlt werden.

Probleme gibt es erst, wenn der Kredit so hoch ist, dass der Bauherr für diese Summe mehr als ein Leben benötigt, um den Kredit + Zinsen zurückzubezahlen oder seine Leistungsfähigkeit verliert. Wenn er dann noch das Haus zu teuer gekauft hat, wird die Bank nur noch einen Teil der 100.000 zurückbekommen und keine Zinsen. Dies trifft dann die Anleger, die Guthaben bei der Bank halten und dies nur noch zu einem Teil zurückbekommen.

Liebe Grüße
Sterntaler[hr]

Zitat von »scanners«


@Sterntaler..

schmunzel... ja, währe Toll wenn es so währe..

.. ist es aber nicht...

Die Geschäftsbank, kann nach Mindestreservegesetz (2 bis 4 %) Geld selbst erschaffen .. und tut das natürlich auch..

.. nennt sich dann Giralgeld...

Das bekommt mein Hausbesitzer für seine Grundschuld auf sein konto gut geschrieben..
..hat vorher nicht existiert im Geldvolumen...
.. und von dort überweist er es dann dem handwerker.. etz..

Erst wenn der Handwerker beim MC Donalds seinen Burger bezahlt, erst dann hast du wieder Zentralbankgeld...

.. Zentralbank hat mit der Geldschöpfung GAR nichts zu tun ..
.. es sei denn, die Bank hat zu wenig eigenkapital um die Mindestreserve für diese Geldschöpfung zu erfüllen...

schau dir meine links auf der ersten Seite an ..


Hallo Scanners,

wir reden aneinander vorbei. Ich versuche Dir zu beweisen, dass unser jetziges Geldsystem keinen Designfehler hat und funktionieren kann und Du versuchst mir zu beweisen, dass die jetzige Verwendung unseres Geldsystems zu Problemen führt. Das glaube ich Dir auch so, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Dennoch ist unser Geldsystem so gestaltet, dass Zinsen nicht zu einer Geldmengenausweitung führen sondern zu einer erhöhten Leistungsforderung an die Leistungserbringer. Das habe ich mit dem Sommermärchen v1.1 bewiesen. Solange die Leistungserbringer diese Zinsforderungen erbringen können, haben wir kein Problem mit unserem Geldsystem.

>schmunzel... ja, währe Toll wenn es so währe..

Es ist immer noch so. Wenn alle Kunden Ihr Sichtguthaben (davon ist in der Tat ein großer Teil Giralgeld) in bar abheben wollen, kommt die Geschäftsbank in ernste Zahlungsschwierigkeiten, weil die Geschäftsbank nicht so schnell an ausreichende Mengen Zentralbankgeld kommt. D.h. 2% Mindestreserve sind ein Pokerspiel. Ich finde das sehr bedenklich.

>.. Zentralbank hat mit der Geldschöpfung GAR nichts zu tun ..

Sobald der o.a. Fall eintritt, dass alle Kunden einer Bank auf einen Schlag ihre Sichguthaben in bar ausgezahlt haben wollen, was durchaus passieren kann, sieht man sofort, dass die Zentralbank sehr wohl etwas mit Geldschöpfung zu tun hat.

Liebe Grüße
Sterntaler

Hier noch etwas zum Buchgeld:

Aus Wikipedia:
"Sichtguthaben sind Geld-Forderungen eines Kontoinhabers gegenüber einer Bank. Sie entstehen sowohl durch Einzahlungen von Bargeld in Form von Münzen oder Banknoten bei der kontoführenden Bank wie auch durch das Gewähren von Krediten durch die Bank. Bringt ein Kontoinhaber seine Ersparnisse auf die Bank, so tauscht er sein Bargeld (Zentralbankgeld) gegen ein Sichtguthaben (Buchgeld), d.h. eine Forderung gegen die Bank. Diese nutzt das eingezahlte Zentralbankgeld zum Vergrößern ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve an Zentralbankgeld. Anhand der Mindestreserve kann sie ein Vielfaches an Giralgeld erzeugen, indem sie Aktiva kauft und mit selbst hergestelltem Giralgeld bezahlt (Giralgeldschöpfung). Aktiva kaufen heißt z. B., Kunden Kredite zu gewähren (Kunden ein Rückzahlungsversprechen abkaufen), Wertpapiere oder Sachen zu kaufen (Monetisierung von Aktiva). So entsteht auf Grundlage des eingezahlten Bargelds ein Vielfaches an Geldsurrogat, Buchgeld (z.B. Giroguthaben).

Von den Sichtguthaben können die Kontoinhaber Zahlungen per Überweisungen auf Konten von Kunden der gleichen oder anderer Banken vornehmen lassen oder darauf Schecks ausstellen oder sich Bargeld auszahlen lassen. Heben nun alle Kunden ihre Sichteinlagen ab, bekommt die Bank Liquiditätsschwierigkeiten weil ihre Mindest- und Überschußreserve nicht für alle reicht und sie ihre Aktiva nicht schnell genug Auflösen bzw. in Geld umwandeln kann. Sie muss sich dann vorübergehend Geld von der Zentralbank leihen. Aktiva sind Kredite an Kunden oder Sachgegenstände im Eigentum der Bank wie z.B. Immobilien. Gehen viele Kreditnehmer konkurs, muss die Bank für den entstandenen Schaden mit ihrem Eigenkapital haften, d.h. mit jedem Konkurs reduziert sich das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquoten der Banken sind jedoch gering im Vergleich zu Unternehmen aus allen anderen Branchen, sodass das Eigenkapital schnell aufgebraucht und die Bank insolvent ist.

Durch die Möglichkeit der Überweisung von Konto zu Konto sind Sichtguthaben zusätzlich zum Bargeld Zahlungsmittel geworden. Sie sind damit Geld und zählen deshalb auch statistisch zur zahlungsfähigen Geldmenge, bezeichnet als M1, welche Bargeld und Sichtguthaben umfasst. Buchgeld ist jedoch – im Gegensatz zu Bargeld – kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt keiner allgemeinen Annahmepflicht."

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29.07.2010, 15:59

RE: Die USA muss sparen, sonst...

@Sterntaler.

Nein, du hast es NICHT verstanden, tut mir leid.

Wenn die Bank den Betrag für den Kredit zurück bekommen hat, muss sie die Billanz verkürzen, sprich die Geldmenge um den Kreditvertrag verkleinern.
Was ihr bleibt sind die Zinsen, sonst nichts.
und die hat sie per definition NICHT mit dem Kreditgeld zusammen erschaffen.
Und das verhällt sich mit jedem Kredit genauso.
Gesammtwirtschaftlich gesehen ist also das Geld für die Zinsen NIEMALS vorhanden
Gesammtwirtschaftlich gesehen können niemals alle Kredite zurück bezahlt werden
Gesammtwirtschaftlich gesehen MUSS die Geldmenge IMMER um den Betrag der fälligen Zinsen steigen damit es nicht zur Deflation kommt.

Der einzelne kann selbstverständlich seinen Kredit zurück bezahlen. Das jemand anderem das Geld dann fehlt kann ja jedem einzelnen erst mal egal sein, insofern er es selbst geschafft hat, seinen Kredit zu tilgen.

Jedoch fängt es bei der Staatsverschuldung schon an.
Die Regierung kann die Schulden nicht reduzieren.. NIEMALS. Alle derartigen Versuche enden sofort in einer massieven Deflation.
Mal davon abgesehen, das es einfach nicht geht, weil das Geld für die Zinsen nicht vorhanden ist.
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29.07.2010, 16:25

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Vielleicht wäre da mal eine Zusammenfassung von Quellen ganz gut,
welche die genauen auch offiziellen Bestimmungen aufzeigen.
Weiterhin wäre gut wenn man diese mit der Praxis vergleicht.

Es gibt ja Richtlinien und Gesetze an diese die Banken gebunden sein sollen.
Vielleicht schauen wir uns hier erstmal an welche das sind und was diese beinhalten.
So bekommen wir noch weiter Qualität in diese Diskussion, da man danach wirklich den
Status Quo feststellen und mit den derzeitigen Problemen vergleichen kann.

Das es Probleme gibt und diese geändert werden müssen, da sind wir uns ja alle einig.
Schauen wir uns also mal genauer an wo es hakt und wie man diese Probleme am besten lösen kann.

15

29.07.2010, 16:55

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat von »Abraxas«


Vielleicht wäre da mal eine Zusammenfassung von Quellen ganz gut,
welche die genauen auch offiziellen Bestimmungen aufzeigen.
Weiterhin wäre gut wenn man diese mit der Praxis vergleicht.

Es gibt ja Richtlinien und Gesetze an diese die Banken gebunden sein sollen.
Vielleicht schauen wir uns hier erstmal an welche das sind und was diese beinhalten.
So bekommen wir noch weiter Qualität in diese Diskussion, da man danach wirklich den
Status Quo feststellen und mit den derzeitigen Problemen vergleichen kann.

Das es Probleme gibt und diese geändert werden müssen, da sind wir uns ja alle einig.
Schauen wir uns also mal genauer an wo es hakt und wie man diese Probleme am besten lösen kann.


Hallo Abraxas,

ein guter Vorschlag. Da ich aber den Mißbrauch unseres Finanzsystems als Symptom und nicht als Ursache sehe, möchte ich hier aus der Diskussion aussteigen. Ich finde, dass unser Geldsystem funktionieren kann, aber nicht funktioniert, weil es falsch verwendet wird. Für mich reicht das Sommermärchen v1.1 als Beweis aus, dass der Zins kein Designfehler des Geldes ist. Wer mich dort wiederlegen möchte, kann es gerne tun. Ich lerne immer gerne dazu. Meine Absicht ist es nicht, auf Biegen und Brechen 'Recht' zu behalten,sondern zu vermeiden, dass viele Menschen unnütz Energie verbrauchen, um das Finanzsystem zu ändern, obwohl das gar nicht notwendig ist.

Die Gründe, wo es hakt, sind meiner Meinung nach sehr vielschichtig, lassen sich aber sicher auf wenige Ursachen zusammenführen. Da würde ich gerne ansetzen. Allerdings fürchte ich, dass wir die Ursachen nicht von aussen beheben können, weil sie in uns liegen, in dem einen mehr, in dem anderen weniger.

Ich habe daher als Massnahme für mich beschlossen, Menschen zu suchen, die sich weiter entwickeln möchten, die das Leben achten und jedem Lebewesen mit Respekt gegenübertreten. Hier im Forum sind diese Menschen sicher in großem Maße vertreten. Darüber freue ich mich. Wir können voneinander lernen und uns auf diese Weise weiterentwickeln. Damit komme ich für meinen Teil meinem Auftrag als inkarnierte Seele schon recht nahe.

Liebe Grüße
Sterntaler

P.S.
Hat von Euch schon jemand das Buch 'Menschen vom Planeten Jarga' engl. 'UFO Contact from Plant Iarga' gelesen? Es enthält einen interssanten Gesellschaftsentwurf. Das Buch gibt es in englisch und teilweise als deutsche Übersetzung im Internet.

Abraxas

Blonder (B)engel

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16

29.07.2010, 17:51

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat

Ich habe daher als Massnahme für mich beschlossen, Menschen zu suchen, die sich weiter entwickeln möchten, die das Leben achten und jedem Lebewesen mit Respekt gegenübertreten. Hier im Forum sind diese Menschen sicher in großem Maße vertreten. Darüber freue ich mich. Wir können voneinander lernen und uns auf diese Weise weiterentwickeln. Damit komme ich für meinen Teil meinem Auftrag als inkarnierte Seele schon recht nahe.


Dem kann ich mich nur anschließen.

Der Missbrauch des Geldsystems sehe ich persönlich auch als Symptom und nicht als Ursache. Die Ursachen liegen viel tiefer oder subtiler je nach dem wie man es nenne möchte. Das Sommermärchen kene ich so noch gar nicht genau.
Muss ich mir mal ansehen. Ich würde vorschlagen dieses als Diskussionsgrundlage zu nehmen auf diesem Gebiet.

Das von dir angesprochene Buch kenne ich auch nicht. Kann man es irgendwoher bekommen, ansonsten könntest du es doch vielleicht im Bereich Literatur einmal vorstellen.

Liebe Grüße

ABRAXAS

17

29.07.2010, 18:53

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat von »scanners«


@Sterntaler.

Nein, du hast es NICHT verstanden, tut mir leid.

Wenn die Bank den Betrag für den Kredit zurück bekommen hat, muss sie die Billanz verkürzen, sprich die Geldmenge um den Kreditvertrag verkleinern.
Was ihr bleibt sind die Zinsen, sonst nichts.
und die hat sie per definition NICHT mit dem Kreditgeld zusammen erschaffen.
Und das verhällt sich mit jedem Kredit genauso.
Gesammtwirtschaftlich gesehen ist also das Geld für die Zinsen NIEMALS vorhanden
Gesammtwirtschaftlich gesehen können niemals alle Kredite zurück bezahlt werden
Gesammtwirtschaftlich gesehen MUSS die Geldmenge IMMER um den Betrag der fälligen Zinsen steigen damit es nicht zur Deflation kommt.

Der einzelne kann selbstverständlich seinen Kredit zurück bezahlen. Das jemand anderem das Geld dann fehlt kann ja jedem einzelnen erst mal egal sein, insofern er es selbst geschafft hat, seinen Kredit zu tilgen.

Jedoch fängt es bei der Staatsverschuldung schon an.
Die Regierung kann die Schulden nicht reduzieren.. NIEMALS. Alle derartigen Versuche enden sofort in einer massieven Deflation.
Mal davon abgesehen, das es einfach nicht geht, weil das Geld für die Zinsen nicht vorhanden ist.


Was ist Deflation?

Wieso gibt es Inflation?

Was ist Zins nach Inflation wert?

Kann ich mir von Zins was kaufen? Wann?

Ist Mietzins auch Zins?

Wer bekommt Zins?


Für mich war Zins immer die Entlohnung für den Entleiher, damit ich mit Kapital etwas erwirtschafte! Wir lebten in einem Hochzinszeitraum, der nun zuende geht, oder?

Deflation:
Zunächst gehen von einer Deflation die entgegengesetzten direkten Effekte aus wie von einer Inflation; Schuldner werden benachteiligt, da ihre über Kredite finanzierten Sachgüter an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten monetären Wert begleichen müssen. Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation, da ihr Kapital nun – zinsbereinigt – einen höheren Wert hat als am Anfang der Periode. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und Gläubiger.
Die Kaufkraft der Konsumenten steigt, was somit zunächst allen zugute kommt. Problematisch ist auch hier die Deflation, weil nicht alle Preise frei und damit anpassungsfähig sind. Bei einer konstanten Geldmenge würde sich die Produktivitätssteigerung direkt auf die Preise auswirken.

Inflation:
Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geld zu allen anderen Gütern zu Lasten des Geldes: für eine Geldeinheit gibt es weniger Güter, oder umgekehrt: Für Güter muss mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Daher kann man unter Inflation auch eine Geldentwertung verstehen.
Um „alle anderen Güter“ sinnvoll fassbar zu machen, werden näherungsweise nur „bestimmte Güter“ über Warenkörbe definiert.

Du machst alle Probleme am Geld und Zins fest! Ich am Konsum und an der Lebenseinstellung, den Lebensumständen, der Gierigkeit des homo sapiens!
Das hatte ich schon mal ausformuliert!
Natürlich beziehe ich Deine Finanzoligarchen direkt mit ein.

Zum Thema: Ich kann sehr gut nachvollziehen was Dr. Doom meint. Amerika steht am Abgrund, hält den Rest der Welt schön fest durch seine Schulden. Und bald sind die Amis einen Schritt weiter :-/
"Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn." Ludwig Marcuse

18

30.07.2010, 14:35

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Zitat von »Abraxas«


Zitat

Ich habe daher als Massnahme für mich beschlossen, Menschen zu suchen, die sich weiter entwickeln möchten, die das Leben achten und jedem Lebewesen mit Respekt gegenübertreten. Hier im Forum sind diese Menschen sicher in großem Maße vertreten. Darüber freue ich mich. Wir können voneinander lernen und uns auf diese Weise weiterentwickeln. Damit komme ich für meinen Teil meinem Auftrag als inkarnierte Seele schon recht nahe.


Dem kann ich mich nur anschließen.

Der Missbrauch des Geldsystems sehe ich persönlich auch als Symptom und nicht als Ursache. Die Ursachen liegen viel tiefer oder subtiler je nach dem wie man es nenne möchte. Das Sommermärchen kene ich so noch gar nicht genau.
Muss ich mir mal ansehen. Ich würde vorschlagen dieses als Diskussionsgrundlage zu nehmen auf diesem Gebiet.

Das von dir angesprochene Buch kenne ich auch nicht. Kann man es irgendwoher bekommen, ansonsten könntest du es doch vielleicht im Bereich Literatur einmal vorstellen.

Liebe Grüße

ABRAXAS


Hallo Abraxas,

Es geht bei dem Sommermärchen v1.1 um den Nachweis, dass ein Schuldgeldsystem, wo das Geld eben verzinst in den Umlauf kommt, funktionieren kann. Leider kursieren im Internet immer wieder Geschichten (z.B. 'Goldschmied Daniel'), die ausblenden, dass nicht das Geld getauscht wird, sondern Leistung, denn das Geld dient nur als Vermittler von Leistungstauschvorgängen. Ferner wird ausgeblendet, dass die Geldausgabestellen die Zinsgewinne nicht horten, sondern wieder in den Umlauf bringen. Als drittes wird ausgeblendet, dass ein Geldschein mehrfach verwendet wird und immer wieder Leistungstauschvorgänge organisiert. Wenn man diese 3 Punkte nicht berücksichtigt, kommt man leicht zu dem Schluß, dass der Zins der Grund dafür ist, dass sich ein Zins-Geldsystem immer mehr abwürgt, bis es kollabiert.

Dass der 'Zins an sich' für ein Geldsystem, wie wir es haben, mathematisch gesehen unschädlich ist, das beweist das Sommermärchen v1.1, nicht mehr und nicht weniger. (Es befindet sich bereits als Anhang in diesem Thread, hier der Link zu dem Beitrag: http://aufzurwahrheit.com/Die-USA-muss-sparen-sonst-t?pid=59691#pid59691)

Ich schlage vor, nachzufragen, warum Menschen dazu neigen, andere Menschen beim Leistungstausch zu übervorteilen. Dort liegt meiner Meinung nach ein Leitsymptom für die Probleme, die wir haben. Die Ursache dafür ist meiner Meinung nach das EGO, das die Bereitschaft zur Kooperation dominiert. Das haben alle Religionen erkannt und dokumentiert und ist daher eigentlich nichts Neues, vielleicht etwas in Vergessenheit geraten. Mein Lösungsvorschlag: Die Gründung kleiner Werte-Gemeinschaften, die so organisiert sind, dass sie in der Lage sind, Ihre Mitglieder zu versorgen (Essen, Trinken, Schlafplatz, soziale Geborgenheit) und die als Mitglieder nur Menschen aufnehmen, die von sich aus gleichgewichtig tauschen wollen.

Als Werte für die Wertegemeinschaft schlage ich vor: Achtsamkeit, Respekt und Bereitschaft zur Entwicklung. Kein 'Großer Kürbis', kein 'Popanz', kein 'Chefballonaufbläser'... Nur Fachleute, die in Ihrem Gebiet ausbilden und lehren. Dann besteht die Gemeinschaft aus Menschen, die gleichzeitig Lehrer und Schüler sind und achtsam und respektvoll miteinander umgehen. Soviel zur Theorie...

Das Buch, von dem ich gesprochen habe, 'Menschen vom Planeten Jarga' ('Ufo Contact from Planet Jarga') findet man im Internet, wenn man danach googelt. Die englische Internet-Version ist meines Wissens vollständig, die deutsche Übersetzung, die im Internet kursiert, umfasst nur die Einleitung und die Kapitel 1 und 2. Ich habe mir eines der letzten deutschen Exemplare gekauft, nachdem ich den englischen Text im Internet gelesen habe. Das Buch handelt von einer Gesellschaft, die das EGO und damit die sozialen Spannungen überwunden hat und durch gemeinschaftliche Zusammenarbeit alle Versorgungsprobleme effizient gelöst hat. Allerdings ist der Planet Jarga, im Gegensatz zur Erde, mit einer Art Inkarnationsfilter versehen, d.h. es dürfen dort nur Seelen inkarnieren, die Nachlässigkeit und Gier überwunden haben...

Wie würde mein Exemplar des Buches in die Datenbank gelangen? Als .pdf mit den gescannten Seiten? Gibt es eine Obergrenze für die Dateigröße?

Liebe Grüße
Sterntaler

Abraxas

Blonder (B)engel

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19

30.07.2010, 15:29

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Hallo Sterntaler,
erstmal danke für die Erläuuterung.
In der Datenbank gibt es keine Begrenzung für die Buchgröße. Mein größtes ist aus der Medizin und hat stolze 225 MB.
Ist aber auch ein dicker Wälzer der auf 1600 DIN A4 Seiten genug Stoff für die ärztliche Prüfung beinhaltet.

Aber davon mal ab ließe es sich dort hinlegen. Habe heute ja ein weiteres FTP Konto eingerichtet, nachdem das erste bereits
ausgefüllt war. Wobei ich wahrscheinlich das Ganze so nehmen werde, ein Konto pro Oberthemengebiet wie Wirtschaft
anzulegen.

20

23.08.2010, 14:21

RE: Die USA muss sparen, sonst...

Die Zeit hat einen Artikel verfasst, der das zwangsweise auferlegte "Sparen" und seine Auswirkungen belichtet:

Zitat

Vallejo ist pleite
Keine Polizei, keine Feuerwehr, Schulen schließen: Die USA spüren die Schuldenkrise

Es ist einer dieser sonnigen Vormittage, für die Kalifornien so berühmt ist. Doch das Geschäftszentrum von Vallejo, einer Kommune mit 117.000 Einwohnern, gelegen an der San Francisco Bay, wirkt wie eine Geisterstadt. In der Georgia Street mit ihren liebevoll erhaltenen Häusern aus der Gründerzeit steht jeder zweite Laden leer. An ein paar Schaufenstern klebt der Hinweis »Zu vermieten«. Die meisten Hausbesitzer haben nicht einmal mehr den Optimismus, ein solches Schild aufzustellen.

Fred Menard gehört zu den wenigen Geschäftsleuten, die geblieben sind. »Dort, wo jetzt das Pfandhaus ist, war früher das erste Modehaus am Platz«, sagt der Inhaber von Indian Alley, einem Secondhandladen. Das Art-déco-Gebäude gegenüber, in dem einst die Kaufhauskette Sears residierte, steht leer, das Erdgeschoss kann man für Kindergeburtstage mieten. Die vergilbten Plakate lassen ahnen, dass das nur noch selten vorkommt.


weiter gehts hier: http://www.zeit.de/2010/34/Schulden-USA

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